Deckt die Haftpflicht Schäden bei gefährlichen Sportarten ab?

Fußball, Reiten, Surfen oder Kampfsport, so unterschiedlich diese Sportarten auch sind, das mit ihnen verbundene Verletzungsrisiko für sich und andere ist doch immer vorhanden. Nicht nur die eigene Sicherheit und Gesundheit, sondern vor allem die anderer Menschen können im Ernstfall auf dem Spiel stehen. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz muss man allein für die Schäden aufkommen, die man Dritten oder ihrem Eigentum bei sportlichen Aktivitäten zugefügt hat.

Beispiele für Sportunfälle

  • ein Inlineskater fährt zu schnell, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fährt einen Fußgänger an
  • ein Rennradfahrer erwischt bei hohem Tempo eine Kurve nicht richtig, stürzt und schleudert samt Rad in einen Passanten hinein
  • beim Windsurfen kommt es aus Unachtsamkeit zu einer Kollision zweier Surfer, bei der einer von beiden schwer verletzt wird
  • beim Ausreiten verliert ein Reiter die Kontrolle über sein Pferd, das geht durch und verletzt dabei andere Personen
  • bei heftigem Schneefall und schlechten Sichtverhältnissen stoßen zwei Skifahrer zusammen und verletzen einander

Kein Versicherungsschutz für gefährliche Sportarten/Extremsport

Grundsätzlich springt auch bei Sportunfällen die private Haftpflichtversicherung ein, da sie für die Übernahme von Personen-, Sach- und Vermögensschäden verantwortlich ist. Das Problem ist, dass viele Versicherungen gefährliche Sportarten bzw. Extremsportarten wie Kiten grundsätzlich vom Versicherungsschutz ausschließen. Abhilfe kann zum einen eine Zusatzversicherung zur Haftpflichtversicherung schaffen, die auch Sportunfälle mitversichert. Zum anderen kann eine extra Sporthaftpflicht eine Lösung für all diejenigen sein, die regelmäßig gefährliche Sportarten oder Extremsport betreiben. Das erhöhte Schadensrisiko, das mit solchen Sportarten einhergeht, braucht man dann viel weniger zu fürchten.

Scroll to Top