Ist die Privathaftpflicht Pflicht?

Ist die Privathaftpflicht Pflicht? Das ist eine häufige Frage, wenn man sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigt. Auch wenn es den Einen oder Anderen erstaunen mag, ist die Privathaftpflicht keine Pflichtversicherung. Sie beruht auf freiwilliger Basis. Man ist also nicht dazu verpflichtet, sich für mögliche Personen-, Sach- oder Vermögensschäden mit einer Haftpflichtversicherung abzusichern.

Das Gleiche gilt auch für die Haushaftpflicht gegen Mietsachschäden an Mietwohnungen oder anderen zu privaten Zwecken gemieteten Räumlichkeiten.

Privathaftpflicht Pflicht? Leider nein!

Äußerst problematisch ist, dass Schäden am Leben, Leib und Eigentum Dritter schnell nicht nur mehrere tausend, sondern auch hunderttausend Euro und mehr kosten können. Denn nach dem Gesetz haftet man für verursachte Schäden in unbegrenzter Höhe. Dies regelt das Bürgerliche Gesetzbuch in § 823 BGB.

Fazit

Nein, eine Privathaftpflicht ist nicht verpflichtend, sondern freiwillig.

Um sich vor Personen ohne Haftpflicht und Geld zur Wiedergutmachung von Schäden zu schützen, sollte man eine Versicherung mit einer Forderungsausfalldeckung wählen.

Ohne Haftpflichtversicherung haftet man in unbegrenzter Höhe mit seinem eigenen Vermögen, wenn durch das eigene Zutun andere Personen verletzt werden oder Dinge zu Schaden kommen. Das birgt ein unkalkulierbares Risiko, in finanzielle Not zu geraten. Denn die meisten Menschen können die Schadensersatzansprüche Dritter in Höhe mehrerer zehn- oder hunderttausend Euro nicht selbst begleichen.

Eine Privathaftpflicht ist unerlässlich

Deshalb ist es überaus wichtig, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, die im Schadensfall für die entstandenen Kosten aufkommt. Eine solche Haftpflichtversicherung gibt es bereits ab 40 bis 50 Euro jährlich. Mit nur wenigen Euro im Jahr ist man dann im Schadensfall auf der sicheren Seite und finanziell abgesichert. Der Jahresbeitrag zur Haftpflichtversicherung ist daher eine geringe Investition, die sich im Ernstfall ein Leben lang auszahlen kann.

Wer Geld sparen möchte, der greift auf einen Haftpflicht Vergleich zurück und überlegt, ob er eine Versicherung mit Selbstbeteiligung wählt.

Schutz vor Schädigern ohne PHV

Zum Problem wird die fehlende Pflichtversicherung, wenn man durch Personen geschädigt wird, die weder eine Privathaftpflicht, noch das Geld zur Wiedergutmachung, besitzen. Dann bleibt man auf seinem Schaden sitzen.

Dies kann man jedoch vermeiden, indem man bei seiner Versicherung eine Forderungsausfalldeckung mit einschließt. Diese bezahlt dann den erlittenen Schaden, obwohl man selbst nicht der Schädiger, sondern der Geschädigte ist.

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