Unfall- oder Haftpflicht: Wer zahlt bei Unfällen im Alltag?

Welche Versicherung bei Unfällen im Alltag zahlt, hängt davon ab, wer verletzt und damit zum Geschädigten wird. Denn es besteht ein großer Unterschied darin, ob man durch Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit bei einem Unfall jemand anderen verletzt oder ob man selbst das Unfallopfer ist.

Wann zahlt die Unfallhaftpflicht?

Die gesetzliche Unfallhaftpflichtversicherung bietet ihren Versicherungsschutz nur für Schadensfälle während der Arbeitszeit, im Kindergarten, in der Schule und in der Hochschule an. Kommt es während der Arbeit oder bei Aufenthalten in Lehr- und Ausbildungsstätten zu einem Unfall, bei dem man selbst verletzt wird, kommt die gesetzliche Unfallversicherung im Rahmen der abgeschlossenen Versicherungsleistungen für die anfallenden Unfall- und Behandlungskosten auf.

Wer glaubt, mit einer gesetzlichen Unfallversicherung in allen Lebenslagen abgesichert zu sein, der irrt. Deshalb kann der Abschluss einer privaten Unfallversicherung sinnvoll sein. Diese kommt auch für die Kosten auf, die einem durch Unfälle in der Freizeit entstehen. Denn gerade hier geschehen die meisten Unfälle. Wird man selbst oder ein Familienmitglied Opfer eines Unfalls, z.B. indem man bei einem Radausflug stürzt und sich das Handgelenk bricht, deckt die private Unfallversicherung die Unfall- und Behandlungskosten dafür.

Wann zahlt die Privathaftpflicht?

Die Privathaftpflicht kommt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf, die im Alltag passieren. Doch anders als bei der Unfallversicherung deckt sie hauptsächlich die Schäden ab, die Dritten durch die Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers zugefügt wurde. Wenn man also zum Beispiel beim Ausparken aus Versehen einen Passanten anfährt oder beim Besuch von Freunden deren teuere Porzellanvase umstößt, übernimmt die Privathaftpflicht die dafür anfallenden Kosten.

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