Was ist der Unterschied zu einer Betriebshaftpflicht?

Die Berufshaftpflichtversicherung und die Betriebshaftpflichtversicherung sind eigentlich gar nicht so verschieden. Der Hauptunterschied liegt in der Schadensart, auf die die jeweilige Versicherung ihren Fokus gelegt hat und für die sie aufkommt.

Die Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflicht ist hauptsächlich für Personen- und Sachschäden zuständig, die im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit Dritten zugefügt werden. Wenn zum Beispiel ein Arzt einen Behandlungsfehler begeht, unter dem sein Patient ein Leben lang zu leiden hat, hat dieser Anspruch auf Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld oder einer Rente. Wenn ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn seine Ladung verliert und dadurch einen Unfall verursacht, kann er für den entstandenen Schaden mit seinem eigenen Vermögen haftbar gemacht werden. Für genau solche Fälle ist die Betriebshaftpflicht da. Sie schützt den Versicherungsnehmer vor dem mit seinem Beruf verbundenen Haftungsrisiko und den Schadensersatzansprüchen Dritter, wenn es um Personen- und Sachschäden geht.

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Die Berufshaftpflichtversicherung

Im Unterschied zur Betriebshaftpflicht kümmert sich die Berufshaftpflicht hauptsächlich um Vermögensschäden. Sie greift dort, wo durch das Fehlverhalten des Versicherungsnehmers oder seiner Angestellten Dritten ein finanzieller Schaden zugefügt wird, der weder ein Personen- oder Sachschaden ist noch daraus hervorgeht. In manchen Fällen sind Personen- und Sachschäden zwar auch mitversichert, aber in erster Linie ist die Berufshaftpflicht eine reine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Die Berufshaftpflicht ist eine freiwillige Versicherung, deren Abschluss sich im Ernstfall aber lohnen kann – insbesondere für Personen, die durch ihren Beruf mit dem Vermögen fremder Menschen arbeiten. Aber auch für jene, die beratend, begutachtend oder verwaltend tätig sind. Andere Berufe wiederum bedürfen sogar einer Berufshaftpflichtversicherung, um überhaupt ausgeübt werden zu dürfen. Dazu gehören unter anderem Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte und Notare sowie Steuerberater oder Unternehmensberater.

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