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Was bedeutet „Selbstbeteiligung“?

Was bedeutet „Selbstbeteiligung“?

Beim Abschluss einer Police hat der Versicherungsnehmer die komfortable Möglichkeit, eine Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt genannt) zu vereinbaren. Denn grundsätzlich gilt: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger ist der Versicherungsbeitrag für den Versicherungsnehmer. Die vereinbarte Selbstbeteiligung wird im Vertrag festgehalten.

Im Falle eines Schadens übernimmt der Versicherungsnehmer dann eine mit der Versicherung vereinbarte Summe, also die Selbstbeteiligung, aus eigenen Mitteln. Wenn eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro vereinbart wurde, muss der Versicherungsnehmer bei jedem Schadenfall bis 150 Euro selber bezahlen. In der Regel handelt es sich um einen festen Betrag, der zwischen 50 und 500 Euro liegt. Es gibt sogar Versicherungen, die nur Verträge mit Selbstbehalt anbieten. Die Versicherungsgesellschaft übernimmt dann nur den Restbetrag, der über der vereinbarten Selbstbeteiligung liegt.

Eine Selbstbeteiligung bedeutet erst einmal auch eine Beitragsersparnis. Wenn der Versicherungsnehmer nicht hundert Prozent der Kosten selbst tragen muss, dann gibt es einen Rabatt auf den zu zahlenden Versicherungsbeitrag. Er ist in der Regel größer als der Betrag, der als Selbstbehalt oder Selbstbeteiligung vereinbart ist. Allerdings lohnt es sich nicht immer eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, da die Beitragsersparnis zu gering ausfallen kann. Da die Schäden in vielen Fällen gering sind, bleiben die Versicherungsnehmer mit einer Selbstbeteiligung oft auf den Kosten sitzen. Von daher ist es insbesondere nur dann empfehlenswerte eine Selbstbeteiligung zu wählen, wenn man einen hohen Beitragsvorteil hat und nur die großen Schäden abdecken möchte. Die Haftpflichtversicherung im privaten Bereich wird bis zu 95% ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen, dies ist in vielen Fällen auch definitiv sinnvoller. Es sollte individuell geprüft werden, inwiefern sich eine Selbstbeteiligung lohnt in die Police auf zu nehmen.